(Digitale) Technologien verändern, wie Wissen an Universitäten erzeugt, vermittelt und genutzt wird. Technologische Entwicklungen folgen dabei meist einer Logik der Effizienz und Optimierung. Das Projekt „Critical Agile Methodology“ bildet ein bewusstes Gegengewicht und versteht Reibung zwischen Disziplinen als Quelle neuer Perspektiven. Es fragt, wie kritische Geisteswissenschaften diese Prozesse aktiv analysieren und mitgestalten können.
Ausgangspunkt sind agile Methoden der Softwareentwicklung wie Scrum und Kanban. Das Projektteam überträgt sie in eine kritische, iterative und interdisziplinäre Analysemethode. Diese Methode dient zugleich der Entwicklung von Ergebnissen und der Reflexion der Prozesse, in denen sie entstehen. Das Projekt ist selbst in vier Sprints gegliedert:
Deep Research
Methodenentwicklung
Praxistest in der Lehrveranstaltung „Arts & Machines“ am Institut für Liberal Arts & Sciences
Proof of Concept mit verschiedenen internen und externen Kooperationspartner:innen
Ein zentrales Element sind studentisch initiierte, co-kreative (Lehr-)Formate. Sie bringen Studierende, Lehrende und Expert:innen aus Wissenschaft zusammen.
Die Ausstellung „DUAL USE – Human in the Loop“ erprobt experimentell, wie Wissenschaft, Kunst und Zivilgesellschaft gemeinsam und auf Augenhöhe Inhalte entwickeln können. Sie ist im Rahmen des studentischen Forschungsprojekts „Critical Agile Methodology“ (CAM) als dessen Proof of Concept entstanden. Nach Recherche, Methodenentwicklung und Praxistest in der Lehre öffnet sich das Projekt in Form von transdisziplinärer Kollaboration mit Künstler:innen und zivilgesellschaftlichen Organisationen über die Universität hinaus.
Die Ausstellung zeigt nicht nur künstlerische Positionen. Der Workshop „WAS TUN?“ führt die Frage nach Handlungsmöglichkeiten weiter. Er lädt dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie wir technologische und gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleiten und verantwortungsvoll mitgestalten können.
Im Zuge der Exzellenzstrategie der Universität Hamburg fördert der HCL studentische Forschungsgruppen. Studierende haben hier die Möglichkeit, eigene Forschungsideen anzugehen, sich im Bereich des forschenden Lernens aktiv zu qualifizieren und erste wissenschaftliche Erfahrungen zu machen und Kompetenzen zu erwerben.